Pressebericht - Konzert Heilige Nacht mit den SdB - dem Mädchenchor der Regensburger Domspatzen - dem Bezirksmännerchor und dem Bläserquartett Hollastauan Brass vom 21.12.24 - Copy
Großartige musikalische Leistungen
Tosender Beifall in der Walter-Schmid-Halle für den Mädchenchor der Regensburger Domspatzen, die „Stimmen der Berge“ und den Bezirksmännerchor
Ohne Übertreibung: Das war der musikalische Höhepunkt in der Adventszeit und zugleich eine Premiere: Der 2022 gegründete Mädchenchor der Regensburger Domspatzen trat erstmals in Baden-Württemberg auf und eroberte die Herzen der Zuhörer zunächst auf dem Adventsmarkt der Firma Steiff und schließlich die der 1000 Konzertbesucher. Das Bayrische Adventssingen nach Texten von Ludwig Thoma war eine einzigartige Inszenierung als Konzert-Singspiel. Natürlich im breiten bayrischen Dialekt, wie er rund um den Tegernsee gepflegt wird.
1915 hatte Ludwig Thoma die ersten Sätze des Singspiels „Heilige Nacht“ ersonnen, als er mit einem Jagdfreund abends durch den tiefen Schnee stapfte und beeindruckt war, wie still und schwarz sich der Wald zeigt und wie sehr doch der Schnee unter den Stiefeln knirschte. Bei diesem Singspiel wird die Weihnachtsgeschichte von der Christgeburt aus dem Lukas-Evangelium mit bayrischem Lokalcolorit aufgefüttert. Thomas A. Gruber von den „Stimmen der Berge“ führte die Regie, der Tenor Benjamin Grund schlüpfte als Erzähler in unterschiedlichste Rollen und bekam dafür am Ende Extra-Applaus.
Die Ouvertüre zu dem Benefizkonzert gestaltete der Bezirksmännerchor unter Hans Ambrosi. Sauber in der Intonation erklang zunächst das Motto des Abends: „Heilige Nacht“. Es folgte präzise in der Darbietung „Weihnacht, wie bist du so schön“ sowie den „Weihnachtsglocken“, bei deren Läuten die „Stimmen der Berge“ unterstützten.
Dieser Abend unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Henle, in Anwesenheit des CDU-Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter sowie des Präsidiums des Eugen-Jaekle-Chorverbands wurde zugleich zum ersten Auftritt des 2022 gegründeten Mädchenchores der Regensburger Domspatzen. 975 nach Christus wurden die Domspatzen durch Wolfgang von Regensburg gegründet und unterhalten aktuell drei Knabenchöre.
Derzeit sind es 50 Mädchen, die unter der Leitung von Elena Szuczies einen prima Eindruck hinterließen und stimmlich wie auch in Solopassagen textsicher sind und bereits beste Noten verdienen.
Das Singspiel besteht aus sechs Hauptstücken, wobei sich der Mädchenchor, die „Stimmen der Berge“ und diese auch als Instrumentalisten an einem urigen Wirtshaustisch abwechselten. Die vier Bläser der Hollastauan Brass aus der Oberpfalz (Leitung: Rudi Zwicknagel) übernahmen die Begleitung, wenn in der Heiligen Nacht sich die Dinge zuspitzten oder die Hirten auf dem Felde beim Christkind ihre Aufwartung machten und die Himmlischen Chöre Jubelarien anstimmten. Und diese kamen vom Chor bzw. von dem Quintett (Gesamtarrangement: Thomas A. Gruber) glockenhell, ja majestätisch. Stellvertretend seien hier „Maria durch den Dornwald ging“, „Es wird scho glei dumpa“ und „Gloria in excelsis deo“.
Am Schluss gab es minutenlang standing Ovationen.
Bei drei Benefizkonzerten des Bezirksmännerchors Heidenheim – für einen Männergesangverein im durch Flut zerstörten Ahrtal, für das Sternenkässle Giengen und nun beim Singspiel „Heilige Nacht“ - kamen insgesamt unter dem Strich 18 000 Euro zusammen. Am Vorabend zum vierten Advent war nun Bescherung.
Zunächst aber war es am Schirmherrn, dem Giengener Oberbürgermeister Dieter Henle, für dieses große Engagement dem Organisator der Konzerte wie dem „Hans Dampf in allen Gassen“, Hans Bader (Hohenmemmingen), unter dem donnernden Applaus von 1000 Menschen Dank und höchste Anerkennung auszusprechen. Höchstes Lob galt dem Bezirksmännerchor. Mächtig beeindruckt äußerte sich Henle im Blick auf die erlebte „Heilige Nacht“ und von sämtlichen Mitwirkenden.
Erschüttert zeigte sich bei einer Gedenkminute das Stadtoberhaupt über die Amokfahrt (am Vortag) auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit bislang fünf Toten und mehr als 200 Verletzten. Es sei schlimm, wenn fehlgeleitete Personen anderen Menschen so großes Leid zufügen.
Der besondere Dank galt der Firma Steiff, die den 50 Mädchen des Mädchenchores der Regensburger Domspatzen nach deren Auftritt auf dem Adventsmarkt im Steiff-Museum später in der Walter-Schmidhalle jeweils einen Teddybären überreichte. Darüber freuten sich die Mädels sichtlich.
Hans Bader, Vorsitzender des Bezirksmännerchores, zeigte sich ob den großen Zulaufs zur „Heiligen Nacht“ tief bewegt und händigte von dem Reinerlösung in Höhe von 6000 Euro jeweils zweitausend Euro an die Rotkreuz-Bereitschaft Giengen (Werner Höltge), die Nikolauspflege (Gesine Wilfert) und an die Lebenshilfe Heidenheim-Giengen (Peter Welsch). Letzterer dankte gerührt: „Wir gehen heute als Geschenkte nach Hause!“
Der Mädchenchor der Regensburger Domspatzen wurde bei seinem Auftritt in Giengen gefeiert Foto: BMC
Bayrisch und somit auch urgemütlich: Die Musikanten von den „Stimmen der Berge“ und die Hollastauan Brass an einem rustikalen Wirtshaustisch Foto: BMC
Der Bezirksmännerchor unter der Leitung von Hans Ambrosi eröffnete die "Heilige Nacht" Foto: BMC
Bescherung am Ende des Singspiels „Heilige Nacht“. Vorsitzender Hans Bader (vom Bezirksmännerchor) überreichte jeweils 2.000 Euro als Scheck an (von links): Werner Höltge, Gesine Wilfert und Peter Welsch Foto: BMC